„Stars are never sleeping. Dead ones and the living“

Die Nachricht von David Bowies Tod ist so überraschend wie bestürzend. Der Mann, der bis zu den Haarspitzen im kreativen Saft brodelte und dessen neues Album „Blackstar“ ich seit Freitag hoch und runter höre, war einfach noch nicht fertig. Noch am Freitag waren wir einen auf ihn trinken und haben auf seinen zukünftigen 100. Geburtstag und noch mindestens 5 weitere Alben angestoßen, die uns sicherlich wieder überrascht und umgehauen hätten.

Beim Hören von „Blackstar“ hatte ich, ähnlich wie bei „Outside“ von 1995, wieder das triumphale Gefühl, dass er es abermals allen gezeigt hat. Damals, am 28. Juni 1996 auf der Peissnitzinsel in Halle,  hatte ich ihn zum ersten Mal gesehen und wollte nach dieser beeindruckenden Erfahrung selbst Musik machen. Ihm verdanke ich den Impuls.

Er wollte sich nie zwischen Rock, Pop, Jazz, Elektro, experimenteller Musik und seinen vielen sonstigen Facetten und Interessen entscheiden. Damit war jede Veröffentlichung eine Überraschung und ich habe seinen neuen Platten jedesmal wochenlang entgegengefiebert. Ganz zu schweigen von seiner umwerfenden Bühnenpräsenz. Es ist schwer zu begreifen, dass dieses soeben erschienene großartige und innovative Album sein letztes sein soll.

An seinen Tod müssen wir uns gewöhnen, sein Werk wird bleiben.

Cheers David!

André Alabaster • 11. Januar 2016


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